Artikel 40 — Das Testament von Aba Al-Sadiq
Das Testament von Aba Al-Sadiq: die Suche nach Wahrheit und die Sendung des Geistes der Wahrheit
Das Ziel des Weisen — Pforte Nummer Vierzig
Text wird auf Deutsch gelesen
Wie erkennt man die Wahrheit, wenn sie alles in Frage stellt, was wir zu wissen glaubten? Und was bedeutet es, sein Leben ihrer Suche zu widmen?
Die vierzigste Pforte des Ziels des Weisen nimmt im Werk einen zutiefst persönlichen Platz ein.
Abdullah Hashem Aba Al-Sadiq (Von ihm ist der Friede) kommt darin auf sein geistiges Suchen und auf die Sendung zurück, die er nach eigener Aussage empfangen hat.
Dieses Kapitel versteht sich nicht nur als Lehrerklärung.
Es ist auch ein Zeugnis über einen religiösen Weg, ein Streben nach Erkenntnis und eine besondere Auffassung der göttlichen Führung.
1. Die Verheißung des Geistes der Wahrheit
Das Kapitel beginnt mit einem Verweis auf das Evangelium nach Johannes, Kapitel 16.
Jesus kündigt dort das Kommen des Geistes der Wahrheit an, der zur Wahrheit führen wird.
Diese Stelle hat in den christlichen Überlieferungen verschiedene Auslegungen erfahren.
Im Ziel des Weisen bezieht der Autor sie in sein Verständnis der Kontinuität der göttlichen Führung ein.
Er ist der Ansicht, dass die Verheißung Jesu eine wichtige Bedeutung für die im Werk beschriebene geistige Sendung hat.
2. Ein der Suche gewidmetes Leben
Der Autor erzählt, er habe viele Jahre darauf verwandt, die Wahrheit zu suchen.
Er erwähnt seine Gebete, seine Fragen und sein Verlangen, Gott zu verstehen.
Dieses Suchen beschränkt sich nicht auf eine religiöse Zugehörigkeit.
Es bedeutet, manche Gewissheiten in Frage zu stellen und die empfangenen Lehren zu prüfen.
Das Kapitel stellt diesen Weg als Vorbereitung auf die Entdeckung der Sendung dar, die er für sich beansprucht.
3. Das Wissen und die Verantwortung
In den ersten Pforten hatte der Autor das göttliche Wissen als eines der Kriterien zur Erkennung eines echten Führers dargestellt.
Die vierzigste Pforte kommt anhand seines eigenen Weges auf diese Frage zurück.
Nach der Logik des Buches bringt der Empfang geistigen Wissens auch Verantwortung mit sich.
Diese Verantwortung betrifft die Weitergabe, die Lehre und das persönliche Verhalten.
4. Das Testament als Kontinuität
Das Testament nimmt im gesamten Werk einen zentralen Platz ein.
Es steht für die Bestimmung und die Kontinuität der geistigen Autorität.
In dieser Pforte gewinnt das Thema eine besondere Dimension, da der Autor es mit seiner eigenen Sendung verbindet.
Es handelt sich also nicht nur um ein Dokument oder eine historische Erinnerung.
Das Testament wird als Element der Beziehung zwischen dem Führer, seiner Sendung und denen dargestellt, die seine Autorität anerkennen.
5. Die Wahrheit und die Prüfung des Zweifels
Das geistige Suchen begegnet notwendigerweise Schwierigkeiten.
Wie unterscheidet man eine tiefe Überzeugung von einer hinreichend begründeten Schlussfolgerung?
Wie prüft man einen außergewöhnlichen Anspruch?
Das Buch schlägt eigene Kriterien der Anerkennung vor.
Der Leser kann sie studieren, indem er die Behauptungen des Autors, die von ihm herangezogenen Belege und die möglichen Auslegungen unterscheidet.
6. Eine auf die Zukunft gerichtete Sendung
Die vierzigste Pforte steht am Ende eines langen Lehrwegs.
Nachdem das Werk die Bünde, die Seele, die Schöpfung, die Gerechtigkeit und die Ereignisse der Erhebung behandelt hat, kommt es auf die Frage der persönlichen Sendung zurück.
Der Autor stellt sein Vorgehen als Teil der Erfüllung der religiösen Verheißungen dar.
Schluss — Was bedeutet es wirklich, die Wahrheit zu suchen?
Das Testament von Aba Al-Sadiq legt ein geistiges Zeugnis vor, in dem die Suche nach Gott, das Wissen und die religiöse Sendung eng miteinander verbunden sind.
Es lädt dazu ein, über eine Frage nachzudenken, die das ganze Buch durchzieht:
Sind wir bereit, eine mögliche Wahrheit zu prüfen, selbst wenn sie unseren Erwartungen nicht entspricht?