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Neue Festnahme eines AROPL-Mitglieds in Algerien

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Verfolgung in Algerien

Von Caroline Hoeren

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Die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts (AROPL) verurteilt die Festnahme, die Inhaftierung und die anhaltende religiöse Verfolgung von Adem Kebieche, einem jungen Studenten aus der Provinz Jijel in Algerien, weil er friedlich seinen Glauben zum Ausdruck gebracht hat. Adem Kebieche wurde am 19. Dezember 2024 von den algerischen Behörden festgenommen und vier Tage lang festgehalten, bevor er gegen Kaution freigelassen wurde. Nun sieht er sich einer Anklage nach Artikel 144 des algerischen Strafgesetzbuchs gegenüber, in der ihm vorgeworfen wird, „das, was von der Religion bekannt ist, verspottet“ zu haben; der Strafprozess ist für den 13. März 2025 vor dem Gericht von El Khroub angesetzt.

Diese Festnahme stellt eine weitere schwere Verletzung grundlegender Menschenrechte durch die algerischen Behörden dar, darunter der Religionsfreiheit und der Meinungsfreiheit, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie in der Verfassung Algeriens verankert sind.

Die Inhaftierung von Adem Kebieche ist Teil eines besorgniserregenden Musters staatlich betriebener Verfolgung der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in Algerien. Dazu gehört auch das vielfach kritisierte harte Vorgehen gegen AROPL-Mitglieder in Bejaia im Jahr 2022. Amnesty International, die United States Commission on International Religious Freedom und mehrere andere Menschenrechtsorganisationen verurteilten die algerischen Behörden für die Anklagen wegen „Teilnahme an einer nicht genehmigten Gruppe“ und „Herabwürdigung des Islam“ nach Artikel 46 des Vereinsgesetzes beziehungsweise Artikel 144 des Strafgesetzbuchs.

Die Festnahme und Inhaftierung von Adem Kebieche

Am 19. Dezember 2024 verteilte Adem Kebieche, ein 25-jähriger Student der Universität Ain Al-Bay, Flugblätter über die Lehren der AROPL und bezog sich dabei besonders auf Das Manifest des Mahdi. Neugierige Studenten traten an ihn heran, um mehr zu erfahren, doch andere alarmierten die Polizei.

Die Polizei nahm Adem fest, brachte ihn zur Wache und unterzog ihn einem gewalttätigen Verhör. Sie durchsuchte sein Telefon, fragte nach seinen Verbindungen zu anderen AROPL-Mitgliedern und stellte seine Beweggründe für die Verteilung religiöser Materialien infrage. Trotz seiner Erklärungen wurde ihm vorgeworfen, Ideen zu verbreiten, die als häretisch gelten.

Adem saß vier Tage im Gefängnis. Er wurde erst freigelassen, nachdem seine Familie rechtlichen Druck auf die Behörden ausgeübt hatte. Seine Freilassung war an die strenge Warnung geknüpft, mit niemandem in Kontakt zu treten, der mit der AROPL in Verbindung steht, und an keinerlei damit zusammenhängenden religiösen Aktivitäten teilzunehmen. Die Behörden drohten, weitere Anklagen zu erheben, falls er dem nicht nachkomme. Seitdem ist der Kontakt zu Adem äußerst schwierig geworden. Diese Beschränkung ist ein weiteres Mittel, um die Glaubens- und Meinungsfreiheit einzuschränken und Einzelne wie Gemeinschaften, die Minderheitenreligionen praktizieren, noch stärker zu isolieren.

Die Vorladung, die Adem Kebieche zugestellt wurde, nennt den Vorwurf, „das, was von der Religion bekannt ist, verspottet“ zu haben, ohne stichhaltige Beweise. Diese Anklagen, die aus Algeriens repressiven Blasphemiegesetzen herrühren, zeigen, wie der Staat das Recht einsetzt, um Minderheitenglauben zu unterdrücken. Diese Gesetze, insbesondere Artikel 144, werden routinemäßig als Waffe benutzt, um abweichende Stimmen zum Schweigen zu bringen und Menschen für friedlichen religiösen Ausdruck zu bestrafen. Die Kriminalisierung friedlicher Meinungsäußerung und religiöser Verkündigung widerspricht Algeriens Verpflichtungen nach internationalem Menschenrechtsrecht.

Die Inhaftierung und gerichtliche Verfolgung von Adem Kebieche sowie die historische Verfolgung von AROPL-Mitgliedern in Algerien spiegeln eine systemische staatliche Repression wider, die enden muss. Wir fordern die algerische Regierung auf, alle Anklagen gegen Adem Kebieche unverzüglich fallen zu lassen und die gerichtliche Schikanierung von ihm und anderen AROPL-Mitgliedern einzustellen. Außerdem drängen wir die internationale Gemeinschaft, dieses Muster religiöser Diskriminierung zur Kenntnis zu nehmen und sich für den Schutz unserer verfolgten Mitglieder in Algerien einzusetzen.