Wie Thailand Andersdenkende und Regimekritiker verfolgt hat
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Thailand wird als „Land der Freien“ bezeichnet – ein Name, der in scharfem Gegensatz zu seiner harten Realität steht, mit dem Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit.
Von Laure Delogne

Thailand, oft als „Land der Freien“ bezeichnet – ein Name, der in scharfem Gegensatz zu seiner harten Realität steht –, kennt strenge Majestätsbeleidigungsgesetze und ein unnachgiebiges Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit. Zwar wird den Bürgern theoretisch das Recht zugestanden, ihre Meinung zu äußern, doch diese Freiheit endet dort, wo es um Kritik an den Mächtigen geht. Das Land hat strenge Gesetze, die es unter Strafe stellen, sich negativ über die Monarchie zu äußern. Bürgern drohen schwere Strafen, einschließlich Haft, allein dafür, dass sie ihre Meinung äußern, abweichende Ansichten vertreten oder die Monarchie kritisieren.
Gemäß der Verfassung Thailands von 2017, Kapitel 2: Der König, Abschnitt 6:
„Der König ist in einer Stellung verehrungswürdiger Anbetung inthronisiert und darf nicht verletzt werden. Niemand darf den König irgendeiner Art von Anschuldigung oder Handlung aussetzen.“
Die Majestätsbeleidigungsgesetze, insbesondere Artikel 112 des thailändischen Strafgesetzbuchs, stellen jegliche Kritik an der Monarchie unter Strafe, mit Strafen von bis zu 15 Jahren Gefängnis pro Straftat.
Experten warnten, dass die weitverbreitete Anwendung der Majestätsbeleidigungsgesetze abweichende Meinungen unterdrückt, die politische Opposition zum Schweigen bringt und eine abschreckende Wirkung auf die freie Meinungsäußerung entfaltet.
Diese Gesetze wurden wegen ihrer vagen Formulierung vielfach verurteilt, die den Behörden bei der Strafverfolgung weiten Ermessensspielraum lässt und seit 2020 zur Inhaftierung von über 270 Personen geführt hat, darunter Aktivisten, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger. Hinzu kommt, dass mehrere Berichte darauf hindeuten, dass Verfolgungen, Festnahmen und sogar erzwungenes Verschwindenlassen ohne jegliche Dokumentation und unter strengster Geheimhaltung stattfanden. Laut der BBC:
„Thailand wird häufig kritisiert, sowohl wegen der sehr weiten Auslegungen, die es beim Majestätsbeleidigungsgesetz zulässt, als auch wegen der Geheimhaltung der Prozesse … sowie der fast 100-prozentigen Verurteilungsquote und der Härte der Strafen.“
Der folgende Vorfall veranschaulicht die schwerwiegenden Folgen der thailändischen Majestätsbeleidigungsgesetze. Bürger wurden inhaftiert, weil sie Kalender und Gummienten in königlicher Aufmachung verkauften, was die Behörden als diffamierend einstuften:

Der besorgniserregende Trend des erzwungenen Verschwindenlassens in Thailand hat ernste Bedenken ausgelöst. Laut Al-Jazeera verschwanden drei thailändische Aktivisten, Chucheep Chiwasut, Siam Theerawut und Kritsana Thapthai, die der Beleidigung der Monarchie beschuldigt wurden, nachdem sie Berichten zufolge in Vietnam festgenommen worden waren. Sowohl Human Rights Watch als auch Amnesty International schlugen Alarm und forderten internationale Aufmerksamkeit für ihren Fall. Doch trotz der Berichte der Thai Alliance for Human Rights bestritt der stellvertretende Premierminister Thailands, dass sich die Aktivisten in Gewahrsam befänden, was die Sorge um ihr Schicksal noch verstärkte.
Es ist bekannt, dass die Beteiligung an der oppositionellen Rothemden-Bewegung besonders gefährlich war und häufig zu schweren Vergeltungsmaßnahmen führte.
Laut einem Bericht von Sky News wurden im Nordosten Thailands die Leichen zweier Aktivisten entdeckt. Phu Chana (54) und Kasalong (47), die seit Dezember 2018 vermisst wurden, wurden mit gefesselten Händen und Füßen, entstellten Gesichtern und mit Beton gefüllten Körpern gefunden. Die beiden waren in Laos zusammen mit Surachai Danwattananusorn gesehen worden, einem prominenten monarchiekritischen Anführer der gegen das Militär gerichteten Rothemden-Bewegung.
Der Bericht des US-Außenministeriums von 2023 hebt die Besorgnis über die anhaltende Verfolgung von Minderheiten hervor, insbesondere der muslimischen Gemeinschaft im Süden Thailands. Diese Gemeinschaft hat wachsende Frustration über die diskriminierende Behandlung durch die Sicherheitskräfte und ein ineffektives Justizsystem geäußert. Die Behörden stützen sich im tiefen Süden des Landes weiterhin auf Notstandsverordnungen und das Kriegsrecht, die Militär und Polizei weitreichende Befugnisse zur Einschränkung von Grundrechten einräumen, etwa die Verlängerung der Untersuchungshaft und Durchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl.
Die US-Botschaft und das US-Konsulat in Thailand verurteilten die erzwungene Rückführung von mindestens 40 Uiguren durch Thailand nach China, wo ihnen Verfolgung, Zwangsarbeit und Folter drohten. Diese Handlung verstößt gegen Thailands Verpflichtungen aus dem UN-Übereinkommen gegen Folter und steht im Widerspruch zu seinem Bekenntnis zu den Menschenrechten.
Die Verfolgung beschränkt sich nicht auf muslimische Minderheiten, sondern trifft auch christliche Gemeinschaften. Laut International Christian Concern sehen sich vietnamesische Montagnard-Christen in Thailand weiterhin Schikanen durch thailändische wie vietnamesische Behörden ausgesetzt.
Die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts (AROPL) in Thailand sieht sich trotz ihrer geringen Größe erheblicher Verfolgung wegen ihrer umstrittenen Überzeugungen ausgesetzt – ein Beweis dafür, dass religiöse Unterdrückung nicht von Zahlen bestimmt wird, sondern von der Bereitschaft sowohl der Behörden als auch der Extremisten, abweichende Glaubensrichtungen zu unterdrücken.
Insgesamt machen Muslime 5 bis 10 % der Bevölkerung Thailands aus. Ein erheblicher Teil der Muslime in Thailand hat malaiischen Hintergrund (18 %) und nutzt religiöses Material in malaiischer Sprache. Die Mehrheit der ethnischen Malaien in Thailand sind sunnitische Muslime und leben überwiegend in den südlichsten Provinzen nahe der Grenze zu Malaysia, wo sie mehr als 70 Prozent der Bevölkerung stellen. Diese Region im Süden Thailands gehört zu den ärmsten des Landes, und die Bevölkerung nutzt dort häufig malaysische Plattformen, etwa den YouTube-Kanal „Ahmadi Religion of Peace and Light“, um in ihrer Muttersprache auf religiöse Inhalte zuzugreifen.
Die Verfolgung der Gemeinschaft der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in Thailand hat große Aufmerksamkeit erlangt, was auf einflussreiche religiöse Persönlichkeiten zurückzuführen ist, insbesondere auf Sayid Sulaiman Huseyni, einen prominenten Gelehrten mit engen Verbindungen zur Regierung und mit Gegnerschaft zur Rothemden-Bewegung. Besorgniserregend ist, dass die gezielte Verfolgung von AROPL-Mitgliedern offenbar von religiösen Persönlichkeiten angestiftet wird, die dem iranischen Regime treu ergeben sind und enge Beziehungen zu den thailändischen Behörden unterhalten. Die Predigten von Sayid Sulaiman Huseyni über AROPL haben ein breites Publikum erreicht, und andere religiöse Gruppen folgen seinem Beispiel.
Mehrere thailändischsprachige Social-Media-Seiten, die von religiösen Gelehrten und Gruppen betrieben werden, wenden sich gegen AROPL, darunter die fundamentalistische Gruppe „Anti-Shia“ mit einer stark salafistisch/wahhabitischen Ideologie. Ihre Seite hat 11.000 Follower, und sie haben fortwährend zu Gewalt gegen Mitglieder des AROPL-Glaubens aufgestachelt. Diese Präsenz, die über Plattformen wie die Anti-Shia-Seite ein Publikum von mehr als einer halben Million Menschen erreicht, hat die AROPL-Gemeinschaft stark in den Fokus gerückt.
Auf der Anti-Shia-Seite begann sich Hassrede gegen die Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in den sozialen Medien zu verbreiten, sobald diese ihre Missionsarbeit aufnahmen. Auch ihr Video erzielte erhebliche Aufrufe (600.000 Aufrufe), was auf ein weitverbreitetes Bewusstsein für die Präsenz von Mitgliedern der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in Thailand hindeutet.





Die Anti-Shia-Seite erklärte:
„Eilmeldung!! … Die Yamani-Gruppe der Schwarzen Banner ist vor der Zentralmoschee von Pattani mit dem Neuen Mahdi hervorgetreten, während die Brüder das Freitagsgebet verrichten … Ich möchte das Islamische Komitee dieser Provinz, die Gelehrten und Lehrer informieren: Bitte schützt unsere Brüder und Schwestern.“
Chiwit Ti Leaw U erklärte:
„Warum wartet ihr noch, tut es, wie können sie es wagen, es braucht keinen Angriff, geht und (schlagt) sie sofort.“
Phairut Wamaedeeza erklärte:
„Die Ahmadi-Religion breitet sich in vielen Ländern aus, etwa in Malaysia. Das ist eine große Organisation, und sie haben Geldmittel. Das ist sehr gefährlich, die Vorstellung vom Erscheinen des Imam Al-Mahdi in Europa. Bitte, wir rufen die Gelehrten auf, schnell hervorzutreten und sich dazu zu äußern, sonst werden viele Bürger daran glauben, wie in anderen Ländern.“
Safiai Madahu erklärte:
„Wir müssen eine Bombe auf sie werfen, hahahaha.“
Viele muslimische fundamentalistische Gruppen werden vom prominenten schiitischen Gelehrten Sayid Sulaiman Huseyni angeführt, der eine Verleumdungskampagne gegen die AROPL-Mitglieder startete und sie als unreine Ungläubige bezichtigte. In seinen Predigten und seiner Online-Präsenz auf Plattformen wie Facebook und YouTube forderte Huseyni extreme Maßnahmen. Er stachelte zu Hass und Gewalt auf und drängte seine Anhänger, körperliche Gewalt anzuwenden und einen gesellschaftlichen Boykott durchzusetzen. Am alarmierendsten ist, dass Huseyni die Verfolgung von AROPL-Mitgliedern als religiöse Pflicht betrachtet und behauptet, die Auslöschung jedes Anhängers des Glaubens sei eine heilige Pflicht.
Sayid Sulaiman Huseyni, in Thailand als „Beweis des Islam“ bekannt, richtete diese Rede gegen die Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts; sie wurde im thailändischen Sender MahdiTV ausgestrahlt und trägt den Titel „Special Scoop: The dangerous threats of those who claimed to be Sayyed Yamani“.
Zusammenfassende Übersetzung der Predigt:
- In diesem Video weist der Gelehrte seine Anhänger an, körperliche Gewalt gegen Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts anzuwenden – „Wenn ihr ihnen begegnet, schlagt sie mit einem Holzstock.“
- Er stiftet zum Mord an Mitgliedern der Religion an – „Es ist die Pflicht eines jeden, die Mitglieder der Religion zu bekämpfen.“
- Er stachelt zu Hass und Gewalt gegen Mitglieder der Religion auf – „Die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts ist der Feind der Religion.“
- Er verbietet den Menschen, hinter einem Mitglied der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts zu beten, und sagt, wer dies tue, dessen Gebet sei ungültig – „Es ist verboten, gemeinsam irgendwelche religiösen Handlungen auszuüben.“
- Er verhängt einen gesellschaftlichen Boykott und verbietet seiner Gemeinde jeglichen Kontakt mit Mitgliedern der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts – „Unternehmt nichts mit ihnen, wie etwa zusammen zu sitzen und zu lachen oder gemeinsam zu essen, sonst werdet ihr an den Sünden dieser Irreleitung teilhaben.“
- Sayid Sulaiman Huseyni beendet die Predigt mit einem Gebet, dass Gott sie alle „auslöschen“ möge, falls die Mitglieder der Ahmadi-Religion nicht bereuen und die Religion verlassen.
Es ist bekannt, dass Sayid Sulaiman Huseyni auch mit dem König verbunden ist. Er hat Verbindungen zur People's Alliance for Democracy (PAD) geknüpft, gemeinhin als „Gelbhemden“ bezeichnet, einer Bewegung, die für ihre Unterstützung der thailändischen Monarchie bekannt ist.

Hier sind weitere Beispiele für Drohungen einflussreicher muslimischer Religionsgelehrter in Thailand gegen Ahmadi-Mitglieder:

Abu Muhammad Tamnornnark, ein Scheich und Religionsstudent im Iran, der mit der iranischen und der thailändischen Regierung zusammenarbeitet, schrieb auf seiner Facebook-Seite:
„Im Moment sammle ich die Bilder jedes Hundes, der dem jüdischen Yamani dient; wenn Brüder und Schwestern sie sehen möchten, schreibt mir eine private Nachricht, und ich schicke sie euch.“
Religiöse Anhänger in Thailand, insbesondere solche, die dem schiitischen Gelehrten Sayid Sulaiman Huseyni nahestehen, haben Facebook genutzt, um zu Gewalt gegen Mitglieder der AROPL aufzustacheln.
Beispiele für Morddrohungen auf Facebook:

Zusammenfassende Übersetzung:
Saran Asmard mit Alangkarn Yisen über die Anhänger der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts:
„Wenn ich einem von ihnen in den Kopf schieße, bin ich mir ganz sicher, dass wir nicht im Gefängnis landen, und lasst uns ihnen zeigen, dass wir die einflussreichste schiitische Richtung in Thailand sind.“
Alangkarn Yisen:
„Es ist leicht für mich, es zu tun (gemeint ist: zu schießen), aber wir brauchen eine Fatwa (ein Rechtsgutachten) von Rabbat (gemeint ist Khamenei), falls er es erlaubt.“
Saran Asmard:
„Ja, das ist richtig, denn das Töten ist ein Gesetz von Allah, dem Erhabenen, das dem Propheten (Friede sei mit ihm) gegeben wurde, und der schiitische Geistliche kann die Fatwa erteilen (und) wir werden (sie) mit Freude töten …“
Fallstudien zur Verfolgung
Dieses YouTube-Video zeigt Aufnahmen von der Festnahme friedlicher Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in Thailand. Am 14. März 2023 wurden mehrere Mitglieder von der Polizei festgenommen, nur weil sie auf der Straße friedlich ihre Überzeugungen zum Ausdruck brachten. Dieser Vorfall zeigt die anhaltende Verfolgung, der die Religionsgemeinschaft ausgesetzt ist, trotz ihrer gewaltfreien Haltung und ihres Rechts auf Meinungsfreiheit.

Das Video hebt außerdem den Fall von Herrn Somsak Jensen hervor (Min. 3:55), einem 47-jährigen Mitglied der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts, das in Thailand Verfolgung erlitten hat.

Wie in den Aufnahmen beschrieben, versammelte sich im Januar 2023 eine Gruppe schiitischer Männer, Anhänger von Sayid Sulaiman Huseyni, vor dem Haus von Herrn Somsak. Als er das Tor öffnete, um zu sehen, was sie wollten, stürmte einer von ihnen plötzlich vor und schlug ihm mit einem Stock auf den Kopf, sodass er zu Boden stürzte. Selbst nach seiner Genesung versetzte der Angriff die Mitglieder des Glaubens in einen Zustand ständiger Angst.
Aufgrund der zunehmenden Drohungen und Sicherheitsbedenken war Herr Somsak gezwungen, mit seiner Familie aus Thailand zu fliehen und in einem anderen Land Zuflucht zu suchen.
Währenddessen suchen Polizeibeamte und nationale Sicherheitskräfte aktiv nach Herrn Somsak im Zusammenhang mit Paragraph 112 des Gesetzes über Majestätsbeleidigung. Das legt nahe, dass bereits die bloße Ausübung der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts als Bedrohung für die thailändische Monarchie wahrgenommen wird.


Übersetzung der Nachricht auf dem Screenshot:
„Mein lieber Bruder Idris,
wie geht es dir gerade, mein Bruder?
Im Haus haben wir jetzt ein riesiges Problem mit dem Polizeibeamten und der nationalen Sicherheit; sie kamen ins Haus und haben nach dir gefragt und dich gesucht, mein Bruder. Sie suchen dich, und sie fragten mich: Herr Somsak Jehsen, wer ist Ihr Bruder, wo ist er jetzt? Denn die Beamten wollten, dass dein Bruder vor der nationalen Sicherheit erscheint, im Zusammenhang mit dem Fall des Königs, Paragraph 112, und ich habe das zurückgewiesen, indem ich sagte, dass ich seit fast einem Jahr keinerlei Kontakt zu dir hatte und nicht weiß, wo mein Bruder jetzt ist.
Was ist passiert, mein kleiner Bruder? Bitte sag es mir, sie sagten, deine Religion habe sehr negative Auswirkungen auf den König unseres Landes, was bedeutet das? Ich verstehe es nicht, und jetzt fühle ich mich unwohl, und auch meine Mutter fühlt sich jetzt unwohl.
Was ist jetzt das Beste: Wenn du diese Nachricht von mir erhältst, achte bitte auf dich, auf deine Gesundheit und auf deine Familie, und das Wichtigste, mein kleiner Bruder: Kehre aus keinerlei Grund in das Haus in Phatthalung zurück, und auch nicht in die Provinz Satun. Ich habe gehört, dass auch Bruder Adnan angerufen und mich gefragt hat, was mit unserem kleinen Bruder geschehen sei, denn die nationale Sicherheit war bei ihm und hat nach dir gefragt und ihm gesagt, er solle dir ausrichten, dass du dich ebenfalls stellen sollst.
Komm überhaupt nicht nach Hause zurück, und was ist mit deiner Religion geschehen, an die du geglaubt hast, sodass sie bis zu dem Punkt geführt hat, dass sie sich negativ auf den König unseres Landes auswirkt?
Bitte antworte mir, ich mache mir große Sorgen. Möge Gott meinen kleinen Bruder beschützen.
Deine Schwester.“
Internationale Dokumentation der Verfolgung der AROPL in Thailand
Die folgenden Artikel haben die Verfolgung thailändischer Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts dokumentiert:
The European Times – Thailand verfolgt die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts. Warum?
HRWF – THAILAND verfolgt die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts. Warum?
Die Recherchen und das Material von Massimo Introvigne zur Religionsfreiheit im Online-Magazin Bitter Winter haben Aufmerksamkeit auf den Fall des thailändischen Gläubigen Hadee Laepankaeo gelenkt. Hadee musste wegen zunehmender Drohungen und anhaltender Verfolgung aus Thailand fliehen. Der Fall veranschaulicht die Gefahren, denen AROPL-Mitglieder in Thailand typischerweise ausgesetzt sind.
Die Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts. 5. Warum werden sie verfolgt?
Der Artikel berichtete, dass Menschenrechtsorganisationen sowie führende Menschenrechtsverfechter und Experten Erklärungen abgaben, in denen sie betonten, dass die Abschiebung von AROPL-Flüchtlingen in Länder, in denen ihnen Verfolgung oder Tod drohen, gegen den absoluten und notstandsfesten Grundsatz der Nichtzurückweisung (Non-Refoulement) verstößt. Dies deutet darauf hin, dass die UN-Experten anerkennen, dass in den Herkunftsländern der AROPL-Flüchtlinge, einschließlich Thailand, eine begründete Furcht vor Verfolgung besteht. Diese Experten verurteilten jede erzwungene Rückführung von AROPL-Mitgliedern scharf und forderten die Regierungen auf, die internationalen Menschenrechtsverpflichtungen einzuhalten.
Es ist offensichtlich, dass die Lage der Mitglieder der Ahmadi-Religion des Friedens und des Lichts in Thailand gefährlich bleibt und ein feindseliges Umfeld für die Anhänger der AROPL darstellt. Der Fall von Personen wie Herrn Somsak Jensen, die wegen zunehmender Drohungen aus Thailand fliehen mussten, veranschaulicht die Gefahren, denen AROPL-Mitglieder ausgesetzt sind. Sie sind Gewaltandrohungen, Festnahmen und Verfolgung sowohl durch staatliche Behörden als auch durch extremistische Gruppen ausgesetzt, mit kaum oder gar keinem Schutz ihrer Religionsfreiheit und persönlichen Sicherheit.
Die anhaltende Verfolgung von AROPL-Mitgliedern ist eine schwere Anklage gegen Thailands Bekenntnis zu Menschenrechten und Religionsfreiheit und offenbart eine Gesellschaft, in der Menschen schwere Strafen erwarten, nur weil sie ihre Überzeugungen äußern. Der repressive Rechtsrahmen des Landes, insbesondere seine Majestätsbeleidigungsgesetze, verletzt grundlegende Menschenrechtsprinzipien, macht Thailands selbsternannten Status als „Land der Freien“ zum Hohn und legt die Verachtung der Regierung für die eigenen Bürger offen.